Was ist DNS-Filterung für IoT?

DNS-Filterung kann helfen, IoT-Geräte zu sichern, indem sie verhindert, dass diese auf unzuverlässige Domains zugreifen.

Lernziele

Nach Lektüre dieses Artikels können Sie Folgendes:

  • Erklären, warum IoT-Geräte anfällig für Angriffe sind und in Botnets verwendet werden
  • Beschreiben, wie die DNS-Filterung funktioniert
  • Beschreiben, wie DNS-Filterung zur Sicherheit von IoT-Geräten beiträgt

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Was ist DNS-Filterung für IoT?

DNS-Filterung kann DNS-Anfragen von Internet der Dinge (IoT)-Geräten analysieren, um Verbindungen zu bekannten bösartigen oder unautorisierten Domains zu identifizieren und zu blockieren. DNS-Filterung kann als clientlose Sicherheitsschicht für IoT fungieren und verhindern, dass anfällige intelligente Geräte mit gefährlichen Teilen des Internets kommunizieren.

IoT-Geräte wie intelligente Kameras oder industrielle Sensoren verfügen häufig nicht über klassische Agenten für Endpunktsicherheit und sind anfällig für Kompromittierungen. Werden sie kompromittiert, können diese Geräte in groß angelegte Cyberangriffe eingebunden werden, etwa Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS-Angriffe) oder Datendiebstahl. Ohne Schutzmaßnahmen oder mit nur minimalem Schutz sind IoT-Geräte leichte Ziele. So besteht beispielsweise das massive Aisuru-Botnet größtenteils aus Tausenden von IoT-Geräten, die von den Botnet-Betreibern übernommen wurden.

IoT-Geräte führen ständig DNS-Abfragen durch, um die IP-Adressen der externen Dienste zu finden, auf die sie angewiesen sind, oder sie pingen Domainnamen an, um die Netzwerkverfügbarkeit zu überprüfen. Die DNS-Filterung fängt diese ausgehenden Anfragen ab und vergleicht die angeforderte Domain mit Datenbanken bekannter Sicherheitsbedrohungen. Wenn ein Gerät versucht, eine bösartige Domain aufzulösen, wird die Anfrage gestoppt, um die Verbindung zu verhindern.

Stellen Sie sich DNS-Filterung als schützende digitale Begleitperson für ein Kind vor, das nur bestimmte Telefonnummern anrufen darf. Wenn das Kind, also das IoT-Gerät, versucht, eine nicht genehmigte oder bekanntermaßen bösartige Nummer zu wählen, legt die Begleitperson, also der Filter, sofort auf, bevor die Verbindung zustande kommt. Diese einfache Schutzmaßnahme stellt sicher, dass das Gerät nur mit genehmigten, sicheren Kontakten kommuniziert, die für seine vorgesehene Funktion erforderlich sind.

Wie funktioniert DNS-Filterung für IoT?

Jedes mit dem Internet verbundene Gerät muss das Domain Name System (DNS) verwenden, um bekannte Domainnamen in eine alphanumerische IP-Adresse zu übersetzen. Wenn ein IoT-Gerät eine Verbindung initiiert, wird seine Anfrage durch Netzwerkrichtlinien, die in der Regel an einem Router oder DHCP-Server festgelegt sind, an einen sicheren rekursiven DNS-Resolver weitergeleitet, der für die Filterung seiner Anfragen konfiguriert ist.

Dieser Resolver gleicht die Zieldomain mit Echtzeit-Feeds für Bedrohungsdaten ab, die Millionen von Domains anhand bekannter bösartiger Aktivitäten kategorisieren, etwa Malware-Verbreitung, Phishing oder Command-and-Control-Kommunikation von Botnets. DNS-Filtering-Lösungen können Anfragen auch anhand anderer Kriterien blockieren, beispielsweise nach dem Alter der Domain oder danach, ob sie programmgesteuert generiert wurde, da Angreifer häufig automatisch neue schädliche Domains in großem Umfang erstellen.

Ein wesentlicher Vorteil der Nutzung von DNS-Filterung für IoT besteht darin, dass sie ohne die Installation von Clients auf IoT-Endpunkten bereitgestellt werden kann. Da viele IoT-Geräte einfach, ressourcenbeschränkt oder „headless“ sind, können sie keine traditionelle Sicherheitssoftware wie Endpoint-Detection-and-Response-Agenten (EDR-Agenten) unterstützen. Durch die Anwendung von DNS-Filterung am Netzwerkrouter können Administratoren Sicherheitsrichtlinien für alle verbundenen Geräte an einem Unternehmensstandort durchsetzen, einschließlich Gastnetzwerken und spezialisierter Hardware, ohne dass eine lokale Installation oder Konfiguration auf dem Gerät selbst erforderlich ist.

Welche Vorteile hat die IoT-DNS-Filterung?

  • Schützt unverwaltete Geräte: DNS-Filterung bietet kritische Sicherheit für IoT-Geräte, die aufgrund von Hardware-Einschränkungen keine herkömmlichen Endpunkt-Clients verwenden können.
  • Verhindert Botnet-Übernahmen: Sie blockiert Kommunikationskanäle zwischen infizierten IoT-Geräten und den Command-and-Control-Servern der Angreifer, wodurch verhindert wird, dass die Geräte als Teil eines Botnets an koordinierten Angriffen teilnehmen.
  • Verbessert die Netzwerktransparenz: Administratoren erhalten Einblick in die Sicherheitslage des gesamten Netzwerks, indem sie alle von IoT-Geräten ausgeführten DNS-Anfragen verfolgen und so ungewöhnliche oder unautorisierte Aktivitäten entdecken.
  • Stoppt Schadsoftware frühzeitig: Indem Namen mit einer Blockierliste abgeglichen werden, verweigert die Lösung den Zugriff auf bekannte Phishing-, Schadsoftware- und Exploit-Domains bereits beim frühestmöglichen Punkt des Verbindungsaufbaus und verhindert so eine Infektion des Geräts.

Cloudflare Gateway, eine Komponente der Cloudflare One-Plattform, bietet sichere Web-Gateway-Dienste, einschließlich umfassender rekursiver DNS-Filterung. Es sichert gesamte Netzwerke und alle Zweigstellen, was es ideal für das Management von IoT-Geräten macht. Erfahren Sie, wie Sie bekannte Bedrohungen wie Schadsoftware, Botnets und Phishing-Domains mit Cloudflare Gateway blockieren.

 

FAQs

Wie trägt DNS-Filterung zur Sicherheit von IoT-Geräten bei?

Domain-Name-System-Filterung (DNS-Filterung) ist eine Sicherheitsmethode, die DNS-Anfragen von netzwerkverbundenen Geräten überprüft und diese auf Grundlage von Sicherheitsrichtlinien zulässt oder blockiert. DNS-Filterung kann Verbindungen zu nicht vertrauenswürdigen oder bösartigen Domains verhindern. Dadurch können IoT-Geräte, die häufig anfällig und weitgehend unverwaltet sind, davor geschützt werden, sich mit gefährlichen Bereichen des Internets zu verbinden und kompromittiert zu werden.

Warum sind IoT-Geräte häufig Ziel von Cyberangriffen?

Viele IoT-Geräte, etwa industrielle Sensoren oder intelligente Kameras, verfügen nicht über klassische Sicherheitsagenten und sind häufig schlecht geschützt, weil sie nahezu nie ausgeschaltet, aktualisiert oder gepatcht werden. Aufgrund dieser Schwachstellen sind sie leichte Ziele für Angreifer, die sie kompromittieren und in Botnets für groß angelegte Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS-Angriffe) einbinden möchten.

Wie stoppt der DNS-Filterungsprozess eine Sicherheitsbedrohung?

Wenn ein Gerät versucht, eine Verbindung zu einem externen Dienst herzustellen, fängt der Filter die ausgehende Anfrage ab und gleicht die Domain in der Anfrage mit einer Datenbank bekannter Bedrohungen oder mit einer Liste erlaubter Domains ab. Wird die Domain als bösartig erkannt oder ist sie anderweitig nicht zugelassen, stoppt der Filter die Anfrage, bevor die Verbindung hergestellt wird.

Welche spezifischen Arten von Bedrohungen kann die DNS-Filterung blockieren?

Effektive DNS-Filterlösungen nutzen Bedrohungsdaten, um Millionen von Domains zu kategorisieren und zu blockieren, die mit Phishing, Malware-Verbreitung sowie Command-and-Control-Kommunikation von Botnets in Verbindung stehen. Außerdem können sie Domains basierend auf ihrem Alter blockieren oder wenn sie so wirken, als seien sie von Angreifern programmgesteuert in großem Umfang erzeugt worden.

Wie trägt DNS-Filterung zur Verhinderung der Ausbreitung von Botnets bei?

DNS-Filterung kann helfen, die Verbreitung von auf IoT-Geräte abzielender Schadsoftware so früh wie möglich zu stoppen, da sie verhindert, dass infizierte Geräte mit ihren Command-and-Control-Servern kommunizieren. Ohne diese Kommunikation können sie nicht Teil koordinierter Angriffe sein.